Wir haben die Designerin Jamuna Gasser zum Interview getroffen.
«Mit meinen Designs versuche ich, Freude zu erwecken, indem ich sehr ästhetische Objekte schaffe, die ich mit einem funktionalen, innovativen und dauerhaften Aspekt versehe. Simplizität ist für mich ein wichtiges Stichwort, welches in meiner Designsprache deutlich erkennbar wird».
Jamuna Gasser ist eine Schweizer Designerin mit indischen Wurzeln. Seit ihrem Industrial Design Studium an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel arbeitet sie als unabhängige Designerin. Möbel, Wohn- und Küchenaccessoires sind ihr Spezialgebiet, wobei der Fokus ebenfalls darauf liegt, dass ein Produkt einfach produziert, platzsparend transportiert oder gelagert und in wenigen Schritten montiert werden kann.
Erzähl uns etwas über dich: Wer bist du? Wie würdest du dich beschreiben?
Als Tochter einer schweizerisch-französischen Mutter und eines indischen Vaters bin ich sehr multikulturell aufgewachsen, spreche fünf Sprachen und liebe es, die bereichernden Einflüsse verschiedener Kulturen zusammen zu bringen. Meine Liebe zur Ästhetik und zum Detail kommt nicht nur bei meiner Leidenschaft zum Kochen oder zur Musik, sondern natürlich auch im Design zur Geltung.
Was bedeutet Design für dich?
Design bietet mir die Möglichkeit, meine unterschiedlichen Interessen zu vereinen indem ich Produkte schaffe, die den Leuten das Leben bereichern, vereinfachen und verschönern.
Was ist dir besonders wichtig bei der Auswahl der Farben und Materialien?
Bei meiner Farb- und Materialauswahl lasse ich mich gerne von der Natur inspirieren. Ich schaffe ausserdem gerne einen Kontrast in meinen Produkten, indem ich unterschiedliche Materialien, Texturen oder Farbtöne kombiniere.
Wie würdest du deinen Schaffensprozess beschreiben?
Mein Schaffensprozess beginnt damit, dass ich mir einen Überblick verschaffe und mich über die bereits existierenden Produkte, aktuellen Trends und Normen informiere. Meine Ideen halte ich vorwiegend in Form von Skizzen fest. Während dem Skizzieren kommen neue Einfälle und ich kann in der Regel schon aussortieren, was sehr gut beziehungsweise weniger gut funktioniert und somit meine Ideen ordnen und konkretisieren. Bei der Detailausarbeitung meiner Produkte spielen Mockups und Prototyping eine entscheidende Rolle um Funktionen, Formen und Proportionen zu testen.
Was sind die grössten Herausforderungen im Alltag eines Kreativen?
In meinem kreativen Alltag ist es manchmal eine Herausforderung, mich zwischen vielen guten Ideen für eine Idee entscheiden zu müssen und somit tolle Konzepte loszulassen. Trotzdem gehört diese Entscheidung zum Designprozess und erleichtert mir, die gewählte Idee noch besser zu vertiefen.
Vielen Dank, Jamuna, für deine Zeit und den spannenden Einblick.